Soziales: Ein lebenswertes Lauenburg ist unsere Herzensangelegenheit

Grundbedürfnis Wohnen

Für uns ist klar: Wohnen darf kein Luxusgut sein. Maßstab unseres Handelns ist daher, für jede und jeden die passende Wohnung in Lauenburg zu schaffen. Das heißt insbesondere, den Wohnraum für die jungen und die alten Bürgerinnen und Bürger bezahlbar zu gestalten. Dazu wollen wir in alle Richtungen überlegen, welche die für Lauenburg beste Lösung ist. Es muss klar sein, dass man Lauenburg im Ganzen, als ein Quartier, betrachten muss. Dafür müssen wir selbst aktiv werden und die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft verfolgen. Schwerpunkt sollte dabei die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sein, der an diejenigen Menschen geht, die diesen auch nachweislich benötigen. Um zu garantieren, dass die Wohnungen nicht zweckentfremdet werden, muss diese Wohnberechtigung regelmäßig überprüft werden.

Um einer Überalterung der lauenburgischen Bevölkerung entgegenzuwirken, wollen wir uns auch gezielt um junge Familien bemühen und Lauenburg auch für diejenigen attraktiv gestalten, die noch im Elternhaus wohnen. Letztere wollen wir davon überzeugen, dass es sich lohnt, in ihrer Heimatstadt zu bleiben. Anzudenken ist in diesem Zusammenhang auch die Errichtung einer Wohnungstauschbörse in öffentlicher Hand, durch die tauschwillige Mieter direkt und ohne Zwischenebene miteinander in Kontakt kommen können. So könnte bspw. eine mittlerweile alleinstehende Person mit 120 qm Wohnfläche ihre Wohnung mit jemanden tauschen, der sich vergrößern möchte (bspw. eine frisch gebackene Familie). Langwierige Wohnungssuche und Unsicherheit würden dann vermieden.

Bürgerinteressen fördern und fordern

Das von der Stadt angekaufte Haus der Begegnung werden wir zu einer zentralen Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger umgestalten, in dem zwanglos und ohne eine Nummer zu ziehen gemeinsam an der Zukunft der Stadt gearbeitet werden kann: einem Bürgerhaus Lauenburg. Hier soll die Vernetzung von Initiativen, Organisationen und Beiräten auf der einen Seite mit der anderen Seite, den Dienststellen der Verwaltung, passieren. Dadurch werden die gesamtgesellschaftlichen Themen wie die Integration von Flüchtlingen oder die Bekämpfung von Altersarmut nicht nur von einer Seite aus bearbeitet, sondern im Idealfall gemeinsam.

In Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung schaffen wir auch die Möglichkeiten einer kontinuierlichen Selbstkontrolle sämtlichen verwalterischen und politischen Handelns, bspw. durch Sozialraumanalysen und Bürgerbefragungen. Die Bürgerbeteiligung genießt bei uns einen hohen Stellenwert, den wir auch weiterhin pflegen werden. Dort, wo weitreichende Entscheidungen getroffen werden müssen, ist außerdem externer Sachverstand hinzuzuziehen.

Das Ehrenamt als Lebenselixier unserer Stadt

Für uns bilden die lauenburgischen Vereine und Verbände das Rückgrat des öffentlichen Lebens in der Stadt. Sie bieten sinnvolle Freizeitbeschäftigung und fördern das Wohlfühlklima in der Stadt. Zusätzlich sind sie eine der effizientesten Integrationsmaßnahmen, die es in Deutschland gibt. Deshalb werden wir die finanzielle Belastung der Vereine in Kooperation mit den Verantwortlichen auf ein erträgliches Maß führen. Alle ehrenamtlich Tätigen verdienen und erhalten von uns die massive Unterstützung, die ihnen gebührt.

Ein gleichberechtigtes Miteinander

Eine funktionierende Gesellschaft und ein problemfreies öffentliches Leben sind für uns keine Selbstverständlichkeit. Stattdessen muss daran kontinuierlich und fortwährend gearbeitet werden. Bei allen politischen Entscheidungen muss immer der Aspekt des gesellschaftlichen Nutzens und der Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens mitgedacht werden.

Das bedeutet für die Sozialdemokratie konkret, dass die Interessen der verschiedenen Gruppen und Gruppierungen in Lauenburg berücksichtigt werden müssen. Frauen haben andere Bedürfnisse als Männer, Kinder andere als Senioren, Bewohner der Altstadt andere als die im Zentrum. Natürlich ist es schwierig, es allen recht zu machen, aber insbesondere den Schwächsten werden wir zur Seite stehen. Wir werden denen eine Stimme geben, die nicht gehört werden. Und wir werden weiterhin konsequent für eine gegenseitige Akzeptanz, Respekt und Gleichstellung kämpfen.

Der Abbau von Diskriminierung, die Bekämpfung von Armut oder die Integration neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen Prüfsteine sein. Wenn also bspw. eine neues Wohnprojekt entsteht, werden wir uns die Frage stellen, ob die Wohnungen überhaupt bedarfsgerecht sind oder nur eine weitere Verdrängung der bisherigen Anwohner zur Folge haben. Wenn sich neue Firmen ansiedeln, muss sichergestellt sein, dass gute Arbeitsplätze entstehen. Das heißt, dass wir unbefristete, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu angemessenen Löhnen, mindestens auf Tarifniveau, und guten Arbeitsbedingungen wollen. Deshalb werden wir die Einrichtung einer städtischen Qualifizierungsgesellschaft prüfen und fordern.