Die Stadt: Grün und Lebenswert

Mobilität

Nicht erst seit dem Dieselskandal wissen wir, dass das Auto als Verkehrsmittel schädlich für unser Klima ist und damit unsere Lebensgrundlage bedroht. Statt das Auto, plump gesagt, zu verbieten, wollen wir Anreize schaffen, damit es einfach stehen gelassen wird. Der Verkehr in unserer Stadt muss grüner werden.

Dazu gehört zu uns an vorderster Stelle die Förderung des Radverkehrs. Erste Schritte haben wir bereits in der aktuellen Wahlperiode in die Wege geleitet, nun geht es aber darum, hier konsequent weiterzuarbeiten und -zudenken. Konkret bedeutet dies die Aufbringung von Schutz- und Radfahrstreifen auf den Hauptverkehrsachsen in der Stadt, die Einführung von Fahrradstraßen und die Öffnung von Einbahnstraßen. Dazu kommen Maßnahmen, das Radfahren auch in der Altstadt im Rahmen der Sanierung der Elbstraße im Einklang mit dem Denkmalschutz zu realisieren und geeignete Verbindungen zwischen Ober- und Altstadt zu schaffen.

Neben der Förderung des fließenden Radverkehrs wollen wir aber auch den stehenden Radverkehr fördern. Hierzu gehören die Installation öffentlicher Fahrradpumpen und die Errichtung zeitgemäßer Abstell- und Abschließmöglichkeiten. Im Bereich des ZOBs und des Bahnhofs ist zu überlegen, ob Fahrradboxen o.Ä. sinnvoll sind.

Eng verbunden mit einem grünen Stadtverkehr ist ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr. Neben der Forderung nach einem Cityticket steht hier für uns die Antriebsart der Busse im Mittelpunkt. Wünschenswert ist aus unserer Sicht die Einführung von Elektrobussen, die nicht nur schadstoff-, sondern auch lärmarm sind.

Neben Elektrobussen werden wir auch Elektroautos fördern. Gesonderte Parkplätze mit Ladestationen gehören zu einer modernen städtischen Infrastruktur unausweichlich dazu. Zu E-Autos gehören auch E-Fahrräder: Diese benötigen nicht nur bessere Wege, sie bieten auch neue Möglichkeiten des Lastentransports für Privatpersonen innerhalb der Stadt. Hier wollen wir frei ausleihbare Lastenräder ermöglichen und auch mit der Wirtschaft vor Ort zusammenarbeiten. Analog zu den gesonderten Parkplätzen für E-Autos mit Ladestationen überprüfen wir den Bedarf für spezielle Radladestationen in der Stadt. Falls ein Bedarf festgestellt wird, setzen wir uns dafür ein, dieser Nachfrage auch gerecht zu werden. Maßgabe ist aber, dass sich die E-Mobilität als ökologisch sinnvoll erweist.

Auch der städtische Fuhrpark soll nach und nach hinsichtlich grünen Gesichtspunkten umgebaut werden. Denkbar sind hier neben kleineren Fahrzeugklassen auch die weitere Einführung von Dienstelektroautos und -fahrrädern.

Insgesamt wollen wir eine bessere Verzahnung aller Verkehrsarten erreichen und jedem Verkehrsteilnehmer, sei es Fußgänger, Rad- oder Autofahrer, ein sicheres und gleichberechtigtes Fortkommen ermöglichen.

Städtisches Grün

Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist die Stadt nicht nur ein Aufenthalts-, sondern auch ein Lebensort. Deshalb werden wir die städtischen Grünanlagen nicht nur erhalten, sondern, falls möglich, auch ausbauen wollen.

Dabei wollen wir auch in der Pflege der Grünanlagen neue Wege gehen: Unser Ziel ist es, dass bei der Grünpflege keine chemischen Unkrautvernichter mehr eingesetzt werden. Damit schützen wir zum einen die Gesundheit der Mitarbeiter, zum anderen aber auch unser Grundwasser. Positive Effekte können dann auch bei einer vielfältigeren Pflanzen- und Tierwelt festgestellt werden.

Städtische Flächen wollen wir auch für die Bienenzucht zur Verfügung stellen. Wo möglich, und bei entsprechenden Interessenten, wollen wir das Angebot schaffen, zu imkern. Die Stadt ist durch die vielen privaten Gärten mittlerweile häufig grüner als die Monokulturen der umliegenden Landwirtschaft. Dieses Potential der Stadt wollen wir nutzen. Dazu gehört auch, den städtischen Flächenverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.

Um die Stadt noch bunter und grüner zu machen, unterstützen wir auch Initiativen des Urban Gardenings. Das heißt, dass wir brachliegende städtische Flächen zum Lebensmittelanbau freigeben wollen. Lokal angebaute Lebensmittel fördern einen bewussteren Konsum und eine andere Beziehung zur Nahrung. Und ganz nebenbei wird dabei etwas für die Umwelt und das Stadtbild getan. Dem Kahlschlag öffentlicher Bäume wollen wir einen Riegel vorschieben. Bäume produzieren nicht nur Sauerstoff, sie sind auch Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Sie sind auch ein wichtiger Bestandteil des städtischen Klimas: Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Regulierung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, und ganz nebenbei spenden sie auch noch erholsamen Schatten. Deshalb wollen wir die Bäume der Stadt nicht nur erhalten, sondern dafür sorgen, dass weitere Bäume gepflanzt werden.

Den Bauhof wollen wir seitens der Stadt personell stärken, damit dieser seine Aufgaben auch weiterhin schnell und gut erledigen kann.

Energie & Klimaschutz

Wir sehen die Stadt in der Verantwortung, in Sachen Klimaschutz voranzugehen. Daher unterstützen wir nicht nur das Klimakonzept, sondern werden auch dessen konsequente Umsetzung vorantreiben. Insbesondere die Nutzung der städtischen Gebäude zur Nutzung von Solarenergie ist geeignet, um hier voranzugehen.

Damit wollen wir ein positives Beispiel für Privathaushalte setzen: Wir wollen die Eigentümer der Immobilien ermuntern, selbst aktiv zu werden. Dazu gehören für uns Workshops und persönliche Beratung seitens der Versorgungsbetriebe für die Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere bei Neubauten wollen wir proaktiv auf die Bauträger zugehen und darum werben, über das gesetzliche Mindestmaß hinaus für Klima- und Umweltschutz zu sorgen.

Als „Südbalkon“ Schleswig-Holsteins ist Lauenburg gut für die Nutzung regenerativer Energie geeignet. Wir unterstützen Hauseigentümerinnen und -eigentümer daher bei der Nachrüstung auf solche Systeme. Neubauten sollen zukünftig nach Möglichkeit immer mit regenerativen, dezentralen Energiesystemen versorgt werden. Darüber hinaus prüfen wir, ob die Pacht von Dächern durch die Versorgungsbetriebe Elbe zur Stromgewinnung möglich ist.

Im Zuge des Klimaschutzes wollen wir auch mit der heimischen Wirtschaft zusammenarbeiten, um regionale Produkte zu fördern. Dabei sollen der Wochenmarkt und der stationäre Handel zusammenarbeiten. Zusätzlich wollen wir erreichen, dass der Einsatz von Einwegprodukten wie Plastikbeuteln oder Pappbechern reduziert wird.