Lauenburg als „Sicherer Hafen“ – Lauenburger SPD fordert Menschenrechte ein

Bild: Seebrücke - Schafft sichere Häfen!

Zur kommenden Sitzung der Stadtvertretung am 29.09.2020 beantragt die Lauenburger SPD-Fraktion, dass sich Lauenburg zum „Sicheren Hafen“ erklärt und dem Städtebündnis „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ beitritt. „Aus Sicht der Lauenburger Sozialdemokraten steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht seine Herkunft, Hautfarbe oder Sprache, wir als Stadt Lauenburg müssen hier helfen“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD, Jens Meyer.

„Über 1.800 flüchtende Menschen sind 2019 offiziell im Mittelmeer ertrunken, viele Tausende mehr in den Jahren davor. Das ist mehr als ein Armutszeugnis!“, zeigt sich Martin Scharnweber, Stadtvertreter für die SPD, erschüttert. „Wir bekennen uns zu unserer Pflicht, erklären uns solidarisch und ergreifen die Initiative“, so Heide Harris, SPD-Ausschussvorsitzende.
„Menschen in Not sterben vor unseren Augen in Flüchtlingslagern und -booten, leiden unter unmenschlichen Bedingungen und erleiden unvorstellbare Qualen“, ergänzt der neu gewählte Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Immo Braune.

„Es kann nicht sein, dass die Menschen in den Lagern und in den Booten Opfer einer fehlgeleiteten Politik der EU werden. Auch wir als kleine Stadt müssen eine ausdrücklich menschliche Politik einfordern und leben“, so SPD-Stadtvertreter André Peylo. Stand März sitzen auf den griechischen Inseln über 40.000 Schutzsuchende fest, denen grundsätzliche Rechte zugunsten einer Abschreckungspolitik verwehrt werden.

„Wir Sozialdemokraten betonen: Der Schutz der Menschenrechte ist nicht nur eine rein staatliche, sondern auch eine örtliche Angelegenheit – als Bürgerinnen und Bürgern sind wir ihnen verpflichtet. es besteht unverzüglicher Handlungsbedarf!“, so Meyer und Braune gemeinsam abschließend.