SPD zeigt tatkräftigen Einsatz bei Ausschusssitzung

Heute traf sich der Bau- und Planungsausschuss im Nachbarschaftstreff ToM im Westen unserer Stadt zur zweiten Sitzung diesen Jahres.

Ein wichtiger Punkt auf der Sitzung war die Bemusterung der Fassadenplatten des ToMs. Der jetzige Zustand ist unserer Ansicht nach nicht tragbar und wir sind deshalb froh, dass dieses Problemfeld kurz vor einer Lösung steht. Zur Bemusterung verlagerte sich die Sitzung an die Südseite des Gebäudes, an der drei verschiedene Fassadenmaterialien angebracht worden waren: Glasfaser, Holz und zusammengepresste Holzfaser. Entgegen der Erwartung, dass der Bauamtsleiter Reinhard Nieberg die Vandalismusresistenz der einzelnen Materialien durch einen beherzten Fußtritt prüft, nahm sich unser Fraktionsmitglied und Bau- bzw. Holzexperte Dr. André Peylo der Sache an. Dieser prüfte die verschiedenen Materialien mit mehreren kräftigen Tritten. Insbesondere die Glasfaserplatte überzeugte nicht: Zuerst fielen Nieten heraus, am Schluss bildeten sich erste Risse. Nach einer kurzen Diskussion ergab ein Meinungsbild, dass der Ausschuss, inklusive der Vertreter*innen der SPD, die Holzvariante bevorzugt. Wir danken Dr. André Peylo an dieser Stelle noch einmal für sein beherztes Treten, ohne das die Entscheidung sicher erheblich schwerer gewesen wäre.

Den Auftakt markierte allerdings die Vorstellung des Konzeptes zur Erstellung eines Hochwasserschutzes für den Bereich Altstadt und Kanal bis zur Schleuse durch das Arbeitsteam Melchior + Wittpohl. Dieses stieß auf parteiübergreifende Zustimmung. Uns als Sozialdemokraten gefiel insbesondere der konkrete Zeitplan, die gezielte Einbindung der Betroffenen und Interessierten sowie der große Baustein Moderation. Eine konsensfähige Lösung kann letzten Endes nur dann erfolgreich gefunden werden, wenn alle eingebunden werden, die von der Thematik des Hochwasserschutzes berührt oder betroffen sind. Wären die angeführten Punkte nicht enthalten gewesen, hätten wir diesem nicht zustimmen können.

Die LWG brachte noch einen Antrag ein, der vorsah, dass an der Kanalbrücke Horster Damm statt einer Ampelanlage ein Kreisel gebaut wird. Diese Idee ist nicht neu und ist 2006 bereits überprüft worden. Dabei stellte sich heraus, dass ein Kreisel keine relevanten Vorteile bezüglich des Verkehrsflusses an dieser Stelle bietet. Wir Sozialdemokraten sehen darüber hinaus aber, ähnlich wie die LWG, die gestalterischen Möglichkeiten eines Kreisels und dessen Wirkung auf die Durchfahrtsgeschwindigkeit aber als eminent an und konnten dem Antrag der LWG daher auch mehrheitlich zustimmen.